Solinger Digital-Signage-Anbieter fordert einheitliche Standards für Monitore

08.02.2017

m.i.b plädiert für ein Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), um eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) für brandlast- und rauchgasoptimierte Monitor-Brandschutzgehäuse zu erwirken

Solingen, XX.XX.2017. Jörg Preuss, Geschäftsführer des Solinger Digital-Signage-Anbieters m.i.b, fordert einheitliche Prüfstandards für die Beurteilung des Brandverhaltens von Monitoren und Monitor-Umhausungen. „Mit DIN EN 13501-1 existiert zwar ein Klassifizierungssystem für das Brandverhalten von Bauprodukten, speziell für Monitore gibt es eine entsprechende Norm aber nicht.“ Einheitliche Beurteilungsstandards seien jedoch notwendig, um an Orten mit erhöhten Brandschutzauflagen in Gefahrensituationen maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Strenge Brandschutzregeln

 Dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz entsprechend müssen insbesondere öffentliche Bereiche in Gebäuden, die oftmals auch als Fluchtwege gekennzeichnet sind, im Brandfall begehbar bleiben. Brennbare und rauchgasentwickelnde Materialien dürfen dort nicht verbaut oder installiert werden. „Auch Monitore sind elektrische Bauteile, die in Flucht- und Rettungswegen ein hohes Gefahrenpotenzial aufweisen: Defekte können rasch zu einer Verrauchung der Wege oder zu Bränden führen.“ Deshalb sei es nach dem deutschen Baurecht unzulässig, Monitore in diesen Bereichen anzubringen.

 „Allerdings sind Besucherleit-, Gast- und Mitarbeiterinformationssysteme an Orten wie Industrieunternehmen, Krankenhäusern, Schulen, Universitäten, öffentlichen Einrichtungen oder Messen von großer Bedeutung“, erklärt Preuss. „An diesen Orten können wir heute Monitore installieren, die hinsichtlich des Brandverhaltens und der Rauchgasentwicklung optimiert wurden.“

 Aufschlussreicher Brandversuch

 Da es keine allgemein anerkannten Regeln der Technik für Elektrogeräte gibt, wurde das Brandschutzgehäuse „FIRE“ nach den relevanten Normen MBO §14, §40 getestet.„Dafür wurde ein an der MFPA-Braunschweig, Gesellschaft für Materialforschung und Prüfstelle für das Bauwesen, einer anerkannten Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle, ein Brandversuch in Anlehnung an die oben genannten Normen durchgeführt und die Ergebnisse von einem unabhängigen Gutachter bestätigt.“ Der Test wurde nach 45 Minuten erfolgreich beendet. Die Brandschutzgehäuse, die den Monitor umschließen und über einen Zeitraum von 30 Minuten das Austreten von Rauch und Feuer verhindern, konnten nach Klasse A2 –s1. d0 (nichtbrennbar) klassifiziert werden.

 Das Portfolio von m.i.b umfasst neben den Brandschutzgehäusen auch Monitore, die als B-s0, d0 (schwer entflammbar) klassifiziert wurden. Diese Monitore sind mit Bildschirmdiagonalen von 80 cm bis 138 cm (31.5“ bis 54.6“) verfügbar und wurden hinsichtlich des Brandverhaltens und der  Rauchgasentwicklung speziell optimiert: Alle Plastikteile, Klebebänder und sonstige brennbaren Teile wurden so weit wie möglich eliminiert. Das Gehäuse ist vollständig aus Metall gefertigt.

 Die Monitor-Lösungen des Solinger Unternehmens sind geprüft sowie zertifiziert und können somit ohne Vorbehalte in Rettungswegen installiert werden. m.i.b empfiehlt Unternehmen, Ihre Planungen mit Ihrem Brandschutzbeauftragten oder der Feuerwehr vor Ort zu besprechen.

 „Grundsätzlich lassen sich Elektrogeräte nicht nach der Norm DIN EN 13501-1 für Baustoffe klassifizieren“, so Preuss. Der Brandversuch zeige aber, dass eine sinnvolle Klassifizierung durchaus möglich ist.

AbZ erwirken

„Um einheitliche Standards zu etablieren, plädieren wir für ein Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt), um eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) zu erwirken“, sagt der m.i.b-Geschäftsführer. „Dann können Bauherren schnell und unkompliziert feststellen, welche Lösungen sich für den Einsatz an Orten mit erhöhten Brandschutzauflagen eignen.“ Die Geräte tragen außerdem dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen: „Auch in Gefahrensituationen können Monitore für Orientierung sorgen und die besten Fluchtmöglichkeiten aufzeigen.“

 Mehr Informationen finden Interessenten unter:
http://www.mib-terminal.de/brandschutz-loesungen-fuer-monitore-und-displays/